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Rollierende Budgetierung und rollierende Planung

Dem Wunsch nach einem möglichst zeitnahen Start der Budgetierung kann, wie weiter oben beschrieben, durch eine Verkürzung des Budgetierungsprozesses nachgegangen werden.

Bei einer dreimonatigen Planungsdauer sind beispielsweise die Annahmen, die für das Ende der Planungsperiode getroffen werden, 15 Monate alt. In einem dynamischen Umfeld sind diese Prämissen u.U. nicht mehr aussagekräftig. Ein Instrument, was dieses Problem zu vermeiden versucht, ist die rollierende Budgetierung. Sie ist der Versuch die Planung zu verstetigen und, statt nur einmal im Jahr, quartalsweise zu budgetieren. Dabei trennt sich die Unternehmung von der einjährigen Geschäftsjahrsplanung und plant statt dessen einen gleich bleibenden Zeitraum in der Zukunft.[1] Gleich, Kopp und Leyk schlagen hier einen Zeitraum von fünf Quartalen vor.[2] Wie Abb. 11 verdeutlicht, rückt die rollierende Budgetierung jedes Quartal ein Quartal weiter.


Rollierende Planung
Abb. 11 Einsatz einer rollierenden Planung[3]

Ein Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Budgetierung ins laufende Tagesgeschäft integriert wird und nicht mehr die leidige Pflichtübung am Ende des Jahres darstellt.[4]
Ein besonderer Vorzug dieser Methode ist die Anpassung des Detaillierungsgrades an den Zeithorizont. Eine Ausgestaltungsmöglichkeit wäre z.B. bei einer Fünf-Quartalsplanung, dass immer das jeweils nächste Quartal detailliert geplant wird und die restlichen Vier nur überschlägig. Die Informationen für das jeweils kommende Quartal sind somit stets aktuell und haben auch in einem dynamischen Umfeld eine hohe Relevanz.[5]
Nach Gleich, Kopp und Leyk ist die rollierende Budgetierung mit weniger Ressourceneinsatz durchzuführen, als die traditionelle Budgetierung. Das resultiere aus den Einsparungen durch die weitgehende Grobplanung und aus den nun hinfälligen Forecasts, die in der Praxis häufig erstellt werden.[6]

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